Bei Nebel und Wind in Deutschland fahren: Geschwindigkeit richtig anpassen
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Bei Nebel zählt, was du sehen kannst; bei Wind der Abstand, den du zum Halten der Spur brauchst. Schalte die passende Beleuchtung ein, reduziere das Tempo, vergrößere den Abstand, vermeide schwierige Überholmanöver und verlasse die Fahrbahn an einem geeigneten Ort, wenn Sicht oder Böen das Fahren gefährlich machen.
Nebel und Wind können auf derselben Fahrt auftreten, werden aber nicht mit derselben Korrektur bewältigt. Nebel nimmt Orientierungspunkte und verbirgt andere Verkehrsteilnehmer; Wind verändert die Spur und kann sich innerhalb weniger Meter verstärken. Treffen beide zusammen, reicht eine Geschwindigkeit, die gerade noch angenehm war, nicht mehr aus, um Straße zu lesen, Auto zu stabilisieren und auf ein Hindernis zu reagieren.
Die zuständige Verkehrsbehörde empfiehlt bei Nebel, langsamer zu fahren, den Abstand zu vergrößern, die rechten Markierungen als Orientierung zu nutzen und auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen rechts zu fahren. Bei Wind rät sie, die Richtung zu beobachten, das Tempo zu reduzieren, das Lenkrad mit beiden Händen zu halten und auf Tunnel, schwere Fahrzeuge und geschützte Bereiche zu achten. Dieser Artikel übersetzt diese Hinweise in konkrete Entscheidungen für eine Fahrt durch Deutschland.

Vor der Abfahrt: Erkenne den Abschnitt, der sich ändern kann
Die Wettervorhersage sagt nicht allein, wie jeder Kilometer aussieht. Eine Straße an einem Fluss, ein Pass, eine offene Hochebene oder ein Küstenabschnitt kann andere Bedingungen haben als der Abfahrtsort. Prüfe Wetter und Störungen der Route besonders bei Fahrten in der Nacht, im Morgengrauen oder am späten Nachmittag. Die amtliche Verkehrsseite mit Verkehrsempfehlungen hilft bei Verkehrslage, Störungen und Hinweisen zu schlechtem Wetter.
Markiere vor dem Start drei Entscheidungen: Wo kannst du legal und tatsächlich außerhalb der Fahrbahn halten, welche Abschnitte solltest du bei schlechterer Sicht nicht durchfahren und welche Alternative gibt es, wenn Pass, Brücke oder Straße ungeschützt wird? Du musst nicht jede Schutzzone kennen. Es reicht, Rastplätze, Ausfahrten, zugelassene Parkplätze und Orte zu finden, an denen du warten kannst, ohne ein Hindernis zu werden.
Gibt es eine starke Warnung und ist die Fahrt nicht dringend, verschiebst du die Abfahrt. Bist du schon unterwegs, zwingst du dich nicht weiterzufahren, nur weil die Hälfte geschafft ist. Die zuständige Verkehrsbehörde empfiehlt, die Straße an einem geeigneten Ort außerhalb der Fahrbahn zu verlassen, wenn Nebel, Wind oder ein anderes Wetterphänomen die Fahrt schwierig und gefährlich machen, und das Fahrzeug erst zu verlassen, wenn ein sicherer Schutz erreichbar ist.
Fahrzeugprüfung
Nebel verlangt funktionierende Wischer, freie Scheiben und Beleuchtung. Wind verlangt gute Reifen, den richtigen Druck und eine Ladung, die nicht verrutscht. Prüfe diese Elemente vor dem schwierigen Abschnitt.
| Element | Im Stand prüfen | Bedeutung bei Nebel oder Wind |
|---|---|---|
| Windschutz- und Heckscheibe | Innen und außen sauber, ohne Beschlag oder Fettfilm | Spiegelungen und Tropfen können den Kontrast weiter verringern |
| Scheibenwischer | Gleichmäßiges Wischen und Flüssigkeit im Behälter | Feuchtigkeit und Schmutz treten auf, wenn die Sicht ohnehin schlecht ist |
| Beleuchtung | Abblendlicht, Standlicht, Bremslicht, Blinker und Nebelleuchten | Du musst sehen und gesehen werden, ohne zu blenden |
| Reifen | Herstellervorgabe, Schnitte, Verformungen und sichtbarer Verschleiß | Ein beschädigter Reifen reagiert schlechter auf Korrektur oder Böe |
| Ladung | Gepäck gesichert und verteilt, nichts Lose im Innenraum | Bewegtes Gewicht verändert die Fahrzeugkontrolle |
| Spiegel | Richtig eingestellt und sauber | Bei Nebel erscheinen Fahrzeuge oft spät im Spiegel |
Hat das Auto eine automatische Lichtsteuerung, prüfst du, was das Kombiinstrument aktiviert hat. Die Automatik weiß nicht, ob deine Sichtbezüge reichen oder wann die hintere Nebelleuchte andere stört. Kennst du den Schalter nicht, liest du die Anleitung im Stand.
Nebel: Innerhalb des Sichtfelds fahren
Nebel ist nicht nur eine Wolke vor den Augen. Er befeuchtet den Belag, kann Scheiben beschlagen lassen und nimmt Gegenständen den Kontrast. Eine bekannte Kurve wird zu einer neuen, weil das übliche Auftauchen eines Schildes, Radfahrers oder einer Ausfahrt außerhalb deiner Sicht liegen kann.
Das praktische Prinzip ist einfach: Das Auto muss innerhalb des Raumes anhalten können, den du tatsächlich siehst. Die zuständige Verkehrsbehörde nennt dies die 3V-Regel, bei der Sicht, Geschwindigkeit und Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zusammengehören. Das ist keine Formel, die Beschilderung ersetzt oder für jedes Auto dieselbe Zahl ergibt. Sie erinnert daran: Sinkt die Sicht, müssen Geschwindigkeit und Abstand angepasst werden.
Siehst du beispielsweise nur etwa 50 Meter klar, folgst du keinem Fahrzeug in 15 Metern Abstand und hältst nicht das Tempo bei, das bei freiem Himmel gepasst hat. Lasse genug Abstand, um seine Lichter zu sehen und bei einer Bremsung zu reagieren, und reduziere, bis du den Abschnitt kontrollierst. Bei nasser Straße oder dichtem Verkehr brauchst du noch mehr Raum.
Beleuchtung bei Nebel
Schalte das Abblendlicht ein, damit du siehst und gesehen wirst. Nutze Nebelleuchten, wenn die Nebeldichte es rechtfertigt und Fahrzeugbedienung sowie Vorschriften es vorsehen. Die vordere Nebelleuchte kann den nahen Bereich konturieren; die hintere bleibt sehr dichtem Nebel vorbehalten, weil ihre Stärke den folgenden Fahrer blenden kann. Schalte sie aus, sobald sie nicht mehr nötig ist.
Fernlicht verbessert die Sicht bei Nebel nicht immer. Das Licht wird an den schwebenden Tropfen reflektiert und kann eine helle Wand vor der Scheibe bilden. Wenn du beim Wechsel der Beleuchtung weniger siehst, gehst du zurück zum Abblendlicht, reinigst die Scheibe und reduzierst das Tempo. Fehlende Sicht darfst du nicht durch Beschleunigen aus einem Nebelband heraus ausgleichen.
Orientierung und Position im Fahrstreifen
Bei sehr dichtem Nebel nutzt du die rechten Fahrbahnmarkierungen als Orientierung und hältst eine stabile Position in deiner Spur. Fahre nicht dicht an den Vordermann heran, um seinen Lichtern zu folgen: Er kann bremsen, abweichen oder selbst zu schnell fahren. Rote Lichter helfen, sind aber keine Navigationslinie.
Auf Autobahn oder Kraftfahrstraße empfiehlt die zuständige Verkehrsbehörde, bei Nebel rechts zu fahren. Vermeide unnötige Spurwechsel und überhole nur, wenn Sicht, Abstand und Beschilderung es erlauben. Auf einer zweispurigen Landstraße verzichtest du auf das Überholen; eine begrenzte Orientierung ist keine Grundlage für ein Manöver mit mehreren Bewegungen.
Verlierst du die Markierungen vollständig, rate nicht die Richtung. Reduziere, suche eine Ausfahrt oder einen sicheren Bereich außerhalb der Fahrbahn und warte. Ein schmaler Seitenstreifen ist kein geeigneter Halt, wenn du eine Ausfahrt oder einen Rastplatz erreichen kannst. Muss ein Notfall dich zum Halten zwingen, warnst du mit der vorhandenen Ausstattung und befolgst die Anweisungen der Verkehrsdienste.
Nebel, der in Bänken kommt und geht
Ein Nebelband kann hinter einer Kuppe, auf einer Brücke oder in einem Waldabschnitt beginnen. Der häufigste Fehler ist, das Tempo beizubehalten, weil der vorherige Abschnitt frei war. Sobald der Kontrast sinkt, nimmst du Gas weg, schaltest die nötige Beleuchtung ein und vergrößerst den Abstand.
Öffnet sich der Nebel, beschleunigst du nicht plötzlich. In der nächsten Senke kann er zurückkehren, und der Asphalt bleibt feucht. Schalte die hintere Nebelleuchte aus, sobald sie nicht mehr nötig ist, und behalte das Abblendlicht bei, wenn allgemeine Bedingungen oder Zeichen es verlangen. Wiederhole die Anpassung bei jedem Abschnittswechsel.
Bei Nachtnebel können Scheinwerfer anderer Fahrzeuge Lichtblitze erzeugen, die scheinbar schneller näher kommen. Schau in deine Spur, reduziere und fixiere kein einzelnes Licht. Wenn die Anstrengung für die Augen Müdigkeit auslöst, plane einen Halt; eine Stunde lang angestrengt zu starren ist keine Sicherheitsstrategie.

Seitenwind: Erkennen, bevor er schiebt
Wind zeigt sich durch geneigte Bäume, sich schichtweise bewegende Vegetation, Staub, Äste, Tüten oder verschobene Gegenstände und Windsäcke an der Straße. Warte nicht auf den Schlag, um langsamer zu werden. Beobachte diese Zeichen und bereite Hände und Geschwindigkeit vor, bevor du die offene Stelle erreichst.
Die zuständige Verkehrsbehörde erklärt, dass Wind das Fahrzeug beim Verlassen eines Tunnels, eines Einschnitts oder eines geschützten Abschnitts schieben kann, ebenso beim Überholen oder Begegnen schwerer Fahrzeuge. Halte das Lenkrad mit beiden Händen, biete dem Wind einen sanften, gleichmäßigen Widerstand und vermeide Schlenker. Eine kleine Korrektur bei stabiler Fahrt ist leichter zu kontrollieren als ein großer Lenkeinschlag, nachdem die Linie schon überfahren wurde.
Bei einem leichten Pkw, Lieferwagen, Wohnmobil oder hoch beladenen Fahrzeug fühlen sich Böen unterschiedlich an. Setze nicht voraus, dass die Geschwindigkeit eines niedrigen Autos für ein hohes Fahrzeug passt. Reduziere so weit, dass du die Spur halten kannst, und lasse Motorrädern, Fahrrädern, Fußgängern und anderen vom Wind betroffenen Fahrzeugen mehr seitlichen Raum.
Der Windschatten beim Überholen
Stell dir Wind von rechts vor, während du einen Lastwagen links überholst. Der Lastwagen kann den seitlichen Druck verringern, solange du neben ihm fährst; nach der Kabine bist du wieder dem Wind ausgesetzt und der Druck verändert sich. Verlasse dich nicht auf Windschutz hinter dem Lastwagen und erwarte bei Wind von der Gegenseite nicht denselben Effekt. Halte beide Hände am Lenkrad, korrigiere sanft entsprechend der tatsächlichen Kraft und beschleunige nicht, um ein durch Böen unsicheres Überholmanöver zu beenden.
Beim Begegnen im Gegenverkehr geschieht etwas Ähnliches. Die Luft wird vom großen Fahrzeug unterbrochen und kann beim Passieren plötzlich zurückkehren. Halte beide Hände am Lenkrad, reduziere vor der Begegnung und lasse seitlichen Abstand. Bei starkem Wind überholst du nicht: Bleibe in sicherem Abstand hinter dem schweren Fahrzeug oder suche einen Halt außerhalb der Straße.
Fahre nicht dicht an der Seitenlinie, um «Platz für eine Böe» zu lassen. Bleibe mittig in deiner Spur, ohne in den Gegenverkehr zu geraten, und meide Randbereiche mit Resten, Wasser oder Erde. Die richtige Antwort ist langsamer zu werden und die Richtung zu halten, nicht eine Position ohne Korrekturspielraum.
Tunnel, Brücken und Landschaftswechsel
Ein Tunnel schirmt Wind ab, und sein Ausgang kann ihn aus einer anderen Richtung zurückgeben. Vor dem Ausgang reduzierst du, wenn die Bedingungen es verlangen, und schaust weiter als bis zum Vordermann. Der Lichtwechsel kann eine Böe, einen Stau oder ein Hindernis kurz verbergen.
Brücken und Viadukte sind meist stärker ausgesetzt. Wechsle dort die Spur nur, wenn nötig, und lasse hohen Fahrzeugen Raum. Neben Lärmschutzwänden, Gebäuden, Böschungen oder Barrieren endet der Schutz plötzlich; der Windsack hilft bei der Richtung, misst aber nicht exakt, was dein Auto in jeder Sekunde erhält.
Wenn Nebel und Wind zusammenkommen
Die Kombination verringert die Information und erschwert die Spurhaltung. Der Fahrer schaut zu nah, um den Markierungen zu folgen, gerade wenn eine Böe einen weiteren Blick verlangt. Wechsle zwischen rechter Orientierung, freiem Raum in der Spur und den entfernten Bewegungen anderer Fahrzeuge, ohne das Lenkrad unruhig zu machen.
In dieser Lage verzichtest du auf drei Tätigkeiten, die Spielraum verbrauchen: überholen, für einen Platzgewinn die Spur wechseln und einem anderen Fahrzeug zu dicht folgen. Reduziere vor Brücke, Tunnel, Kurvenausgang oder offener Stelle. Verbirgt Nebel vom Wind bewegte Gegenstände, rechne mit Ästen, Tüten oder Teilen, die ohne Vorwarnung auftauchen.
Die Entscheidung zum Halt muss fallen, bevor die Orientierung vollständig weg ist. Verlasse die Straße zu einem Rastplatz, zugelassenen Parkplatz oder Schutzbereich, der dich nicht dem Verkehr aussetzt. Die amtlichen Verkehrsempfehlungen der zuständigen Verkehrsbehörde können bei Wartezeit und Routenwahl helfen. Konfiguriere oder prüfe Hinweise nur bei geparktem Fahrzeug.
Überholen und gefährdete Verkehrsteilnehmer
Bei Nebel können Motorrad, Fahrrad oder Fußgänger auftauchen, wenn nur Sekunden bleiben. Bei Wind kann ein Fahrrad abweichen oder ein Moped unregelmäßig fahren. Reduziere beim Annähern, vergrößere den seitlichen Abstand und ersetze Raum nicht durch Hupe oder Licht.
Ein sicheres Überholen verlangt vollständige Sicht, eine einschätzbare Bahn des anderen und Platz zur Rückkehr. Schneidet der Nebel die Sicht oder bewegen Böen das Auto, ist diese Bedingung nicht erfüllt. Warte. Einige Minuten hinterherzufahren ist kein Rückstand, den du aufholen musst.
Auf Baustellen sind Kegel, Barrieren und Arbeiter weniger sichtbar und durch Wind stärker gefährdet. Folge den temporären Markierungen und den Anweisungen der Beamten. Widerspricht ein Zeichen deiner üblichen Route, hat die aktuelle Anzeige Vorrang.
Wann du anhalten solltest und wie du den Ort wählst
Drei Zeichen sprechen klar für einen Halt: Du erkennst Markierung oder Rand nicht, das Auto weicht trotz sanfter Korrekturen ab oder Gegenstände tauchen auf, denen du nicht mit Abstand ausweichen kannst. Halte außerdem an, wenn die Augen ermüden oder die Windspannung ruhiges Lenken verhindert.
Suche in dieser Reihenfolge Rastplatz, Ausfahrt, zugelassenen Parkplatz oder einen Bereich außerhalb der Fahrzeugspur. Halte nicht auf einem Fahrstreifen, in einer Kurve, am Ende einer Kuppe oder auf einem Seitenstreifen, der dich nicht vom Verkehr trennt. Muss ein Notfall dich stoppen, warnst du, lässt den Gurt angelegt und rufst Pannenhilfe oder 112, wenn Gefahr besteht.
Verlasse das Auto in einer ungeschützten Zone nicht, um zu Fuß Hilfe zu suchen. Die zuständige Verkehrsbehörde sagt, dass dies nur geschehen soll, wenn sicher feststeht, dass ein Schutzraum oder Haus sicher erreichbar ist. Bei Nebel ist die Entfernung zu einem scheinbar nahen Ort schwer einzuschätzen; warte, wenn möglich, im Auto oder hinter einer Barriere.
Beispiele für Entscheidungen
Nebel am Pass. Du siehst 80 Meter, das Straßenlimit erlaubt aber mehr. Du reduzierst, damit du innerhalb der sichtbaren Strecke anhalten kannst, schaltest Abblendlicht und je nach Dichte Nebelleuchten ein, hältst rechts und suchst einen Wartebereich. Du folgst dem Vordermann nicht in wenigen Metern Abstand als Orientierung.
Böen am Tunnelausgang. Das Auto versetzt sich leicht und neben dir fährt ein Lastwagen. Du hältst beide Hände am Lenkrad, nimmst Gas weg, stabilisierst in der Spur und lässt den Lastwagen Abstand gewinnen. Du weichst nicht in den Gegenverkehr aus und beschleunigst nicht, um ein Überholen zu erzwingen.
Nebel und Wind auf einer Nebenstraße. Markierungen verschwinden und Äste liegen auf dem Belag. Du bremst nicht abrupt auf der Fahrbahn. Du reduzierst früh, blinkst, wenn du anhalten musst, und erreichst den ersten sicheren Ort außerhalb der Straße. Gibt es keinen, rufst du aus dem stehenden Fahrzeug Hilfe und gibst sichtbare Orientierungspunkte an.
Beschlag, Feuchtigkeit und Temperaturwechsel
Außennebel kann mit Beschlag im Innenraum zusammentreffen, besonders wenn mehrere Menschen im Auto atmen oder Feuchtigkeit in die Fußmatten gelangt. Die Scheibe kann sauber aussehen und beim Wechsel von kalter zu wärmerer Luft plötzlich milchig werden. Richte die Belüftung auf die Windschutzscheibe, aktiviere die Entfeuchtung und stelle die Temperatur ein, ohne die Straße aus den Augen zu verlieren. Bleibt die Scheibe trüb, reduzierst du und hältst an einem geeigneten Ort.
Wische die Windschutzscheibe während der Fahrt nicht mit der Hand: Du hinterlässt einen Film, der Licht streut, und hältst eine Hand beschäftigt. Im Stand verwendest du ein sauberes Tuch und prüfst auch die Spiegel. Kontrolliere, dass die Düsen auf die Scheibe spritzen und nicht auf das Dach; eine falsch gerichtete Flüssigkeit kann beim Betätigen des Schalters die Sicht nehmen.
Feuchtigkeit verändert auch den Belag. Ein grauer Abschnitt kann nass sein, und Schatten unter Bäumen oder einer Brücke kann Wasser oder bei niedriger Temperatur Eis bewahren. Beschleunige beim Verlassen des Nebelbands nicht und halte Korrekturen sanft. Kennst du die Grenzen von Stabilitäts- oder Tempomatsystemen, erwartest du von ihnen weder mehr Sicht noch die Entscheidung, das Tempo zu reduzieren.
Der Unterschied zwischen Weiterfahren und Warten
Nicht jede Route lässt sich mit demselben Spielraum fortsetzen. Auf einer Kraftfahrstraße mit eingeschränkter Sicht kann Verkehr mit hoher Geschwindigkeit weiterkommen, obwohl du reduzierst. Auf einer Nebenstraße können eine Kurve ohne Seitenstreifen, ein Ast oder ein landwirtschaftliches Fahrzeug das Risiko sein. Vor der Entscheidung bewertest du deinen aktuellen Ort und die nächste Stelle, an der du die Fahrspur verlassen könntest.
| Situation | Entscheidung mit dem größten Spielraum |
|---|---|
| Leichter Nebel und sichtbare Markierungen | Abblendlicht, langsameres Tempo und größeren Abstand beibehalten |
| Nebel verbirgt die nächste Kurve | Nicht überholen; Ausfahrt oder Warteplatz suchen |
| Böen auf offener Straße | Vor dem offenen Abschnitt reduzieren und beide Hände am Lenkrad halten |
| Wind bewegt Äste oder Gegenstände | Nicht in den betroffenen Abschnitt weiterfahren und Störungen prüfen |
| Nebel und Wind bei dichtem Verkehr | Rechts fahren, Manöver streichen und einen Halt erwägen |
Verkehrsinformation hilft bei der Planung, bestätigt aber nicht, dass die Straße bei deiner Ankunft sicher ist. Ein Hinweis kann sich ändern, und ein Kamerabild kann veraltet sein. Muss die Entscheidung den Blick aufs Telefon erfordern, machst du das im Rastplatz oder Parkplatz, nicht auf dem Seitenstreifen außer im Notfall. Hinweise ersetzen weder Zeichen, Beamte noch 112.
Beurteile vor einer Weiterfahrt außerdem, wie viel Information dir tatsächlich bleibt. Siehst du nur das Fahrzeug direkt vor dir, kennst du weder den Verlauf der nächsten Kurve noch den Abstand zum Gegenverkehr. Dann hilft es nicht, die Lücke durch schnelleres Fahren zu schließen. Nimm Tempo heraus, halte dich an den sichtbaren Fahrstreifen und verschiebe Überholen, Abbiegen oder Spurwechsel, bis Markierungen und Umgebung wieder erkennbar sind. Bei Wind kommt eine zweite Frage hinzu: Kannst du eine Böe ausgleichen, ohne über die Linie zu geraten? Wenn nicht, brauchst du vor dem offenen Abschnitt weniger Geschwindigkeit oder einen Warteort.
Ein typischer Übergang ist die Ausfahrt aus einem geschützten Waldstück auf eine Brücke. Im Wald wirkt der Wind schwach, auf der Brücke trifft die Böe das Auto plötzlich von der Seite. Halte beide Hände am Lenkrad, verringere vor dem Übergang und erwarte, dass ein Lkw oder eine Leitplanke die Luftströmung verändert. Hinter der Brücke kannst du die Lage neu bewerten. Diese kurze Vorbereitung ist besser, als erst nach einem Versatz zu korrigieren.
Bei einem Überholvorgang ist die Grenze noch klarer. Wenn Nebel die hintere Front oder den Gegenverkehr verdeckt, wartest du auch dann, wenn das Fahrzeug vor dir langsam fährt. Ein gemeldeter freier Abschnitt ersetzt keine eigene Sicht. Bleibe hinter dem Fahrzeug, vergrößere den Abstand und nutze eine sichere Ausweichstelle, wenn der Nebel länger anhält. Erst wenn du Markierungen, Gegenverkehr und das Ende des Manövers vollständig erkennen kannst, prüfst du wieder, ob ein Überholen überhaupt nötig ist.
Checkliste
Vor dem Start und beim Eintritt in den schwierigen Abschnitt:
- Ich habe Verkehrslage und Wettervorhersage geprüft.
- Ich kenne eine Ausfahrt, einen Rastplatz oder einen sicheren Warteort.
- Windschutzscheibe, Spiegel, Wischer und Beleuchtung sind vorbereitet.
- Die Ladung ist gesichert und die Reifen haben den vorgegebenen Druck.
- Bei Nebel nutze ich Abblendlicht und Nebelleuchten nur, wenn es passt.
- Ich halte Abstand nach Sicht, nicht nach Eile.
- Ich überhole und wechsle die Spur nicht, wenn ich das ganze Manöver nicht sehe.
- Bei Wind denke ich an Tunnel, Brücken, offene Stellen und große Fahrzeuge.
- Ich prüfe oder konfiguriere Hinweise nur bei geparktem Auto.
- Wenn ich Sicht oder Kontrolle verliere, verlasse ich die Straße und warte.
Häufige Fragen
Welche Beleuchtung soll ich bei Nebel verwenden?
Verwende das Abblendlicht und Nebelleuchten, wenn die Sicht es rechtfertigt, und beachte Anleitung und Beschilderung. Die hintere Nebelleuchte ist sehr dichtem Nebel vorbehalten und muss ausgeschaltet werden, sobald sie nicht mehr nötig ist, damit andere Fahrer nicht gestört werden.
Wie fahre ich, wenn der Wind das Auto schiebt?
Reduziere das Tempo, halte das Lenkrad mit beiden Händen und korrigiere sanft. Achte besonders beim Verlassen von Tunneln oder geschützten Bereichen sowie beim Begegnen oder Überholen großer Fahrzeuge darauf, dass sich die Windkraft plötzlich ändern kann.
Wann sollte ich bei Nebel oder Wind besser nicht weiterfahren?
Wenn du die Spur nicht halten, innerhalb des Sichtfelds anhalten oder die Straße nicht erkennen kannst, verlässt du die Straße an einem geeigneten Ort und wartest. Halte nicht auf einem Fahrstreifen und nutze einen schmalen Seitenstreifen nicht als Rastplatz.
Offizielle Quellen und Grenzen dieses Leitfadens
Die Hinweise zu Sicht, Beleuchtung, Abstand, Fahrstreifen, Halten und Wind wurden mit den Verkehrsempfehlungen der zuständigen Verkehrsbehörde, den amtlichen Hinweisen zum Fahren und den Nebelempfehlungen abgeglichen. Dies sind allgemeine Hinweise: Temporäre Beschilderung, Beamte, der tatsächliche Straßenzustand und Notfallanweisungen haben Vorrang. Der Leitfaden kann ohne Beobachtung des Abschnitts keine sichere Geschwindigkeit berechnen und ersetzt keine fachliche Fahrzeugprüfung.
amtliche Verkehrshinweise zum Fahren bei starkem Wind.